Verkehrssicherungspflicht von Gasinstallationen

In dem DVGW-Arbeitsblatt G 1020 wird beschrieben, wie die "Qualitätssicherung für Planung, Erstellung, Änderung, Betrieb und Instandhaltung" von Gasinstallationen abläuft.

Hierbei geht es unter anderem um die Zusammenarbeit und nicht zuletzt um die Verantwortlichkeiten im Bereich der Kundenanlage. Dies betrifft neben dem Netzbetreiber, Messstellenbetreiber, Vertragsinstallationsunternehmen, Bezirksschornsteinfeger auch den Betreiber (Gaskunden).


Auf die Aufgaben des Anschlussnehmers möchten wir hier auszugsweise hinweisen:


»Eine nach den gesetzlichen Regelungen und den DVGW-TRGI erstellte Gasinstallation bietet die Voraussetzung für einen ordnungsgemäßen Betrieb der Gasinstallation auf Dauer. Nach § 13 NDAV ist der Anschlussnehmer (Betreiber-Gaskunde) für den ordnungsgemäßen Zustand der Gasanlage nach der Hauptsperreinrichtung (mit Ausnahme der Gas-Druckregelgeräte und Messeinrichtungen die nicht in seinem Eigentum stehen) verantwortlich (Verkehrssicherungspflicht).«


Zu diesen Verkehrssicherungspflichten zählen unter anderem folgende Maßnahmen:


  • jährliche Sichtkontrolle der Gasinstallation
  • die regelmäßige Instandhaltung der Gasgeräte durch ein Fachunternehmen (z. B. VIU oder DVGW-zertifiziertes Wartungsunternehmen)
  • alle 12 Jahre die Gebrauchsfähigkeit prüfen lassen
  • ergreifen von Sofortmaßnahmen im Bedarfsfall; beispielsweise bei Gasgeruch
  • Umgehende Mängelbeseitigung